Poesía y traducción

Varios (II)

RAINER MARIA RILKE


GESANG DER FRAUEN AN DEN DICHTER

Sieh, wie sich alles auftut: so sind wir;
denn wir sind nichts als solche Seligkeit.
Was Blut und Dunkel war in einem Tier,
das wuchs in uns zur Seele an und schreit

als Seele weiter. Und es schreit nach dir.
Du freilich nimmst es nur in dein Gesicht,
als sei es Landschaft: sanft und ohne Gier.
Und darum meinen wir, du bist es nicht,

nach dem es schreit. Und doch, bist du nicht der,
an den wir uns ganz ohne Rest verlören?
Und werden wir in irgendeinem
mehr?

Mit uns geht das Unendliche vorbei.
Du aber sei, du Mund, dass wir es hören,
du aber, du Uns-Sagender: du sei.

Rilke es traducido por Ibon Zubiaur

***
AUGUST VON PLATEN

Um meinen Schmerz im Stillen zu verwinden,
Such ich nach günst'gem Ort und günst'ger Stunde;
Doch schwebt dein Bild mir stets im Hintergrunde,
Indes die nähern Dinge schnell verschwinden.

Geselligkeit vermag mich nicht zu binden,
Und Einsamkeit ertragen bloß Gesunde:
Denk ich, so schärft des Denkens Pfeil die Wunde,
Und schweif ich müßig, klag ich es den Winden.

Und soll ich je von dieser Pein genesen,
So werde mir, so zeige dich gewogen,
Denn du nur fehlst dem Herzen, teures Wesen!

Ich liebte manchen Freund und ward betrogen;
Doch mag die Welt in diesen Blättern lesen,
Daß ich dich allen Andern vorgezogen.

Platen es traducido por Ibon Zubiaur

***
CHRISTOPH MARTIN WIELAND

(...)
Ob Eure strenge Sittsamkeit,
Zucht, Kaltsinn, Unbeweglichkeit,
Und großer Abscheu vor den Freuden
Womit sich, wie ihr sagt, nur kleine Geister weiden,
Uns
, liebes Weib, bisher entzweit,
Das will ich itzo nicht entscheiden.
Genug, daß sich mein alter Sinn
Geändert hat, und über diese Freuden
Ich selbst nunmehr ganz deiner Meinung bin.
Vordem, mein Schatz, ich will dir’s frei gestehen,
War ich, (der Ruhm klingt freilich nicht gar fein:)
In diesem Stück ein epikurisch Schwein.
Ich küßte, was ich sah, Prinzessinnen und Feen,
Sylphiden, Nixen, Galatheen,
Gras-Nymphen, alles insgemein,
Sie mochten schmächtig, dick, hochstämmicht oder klein,
Blond, nußbraun oder beides sein;
Ich wußte mich mit allen zu begehen.
Da sah ich ohne Regung nie
Ein schönes Kind aus einem Brunnen steigen;
Man konnte mir ein rundes Knie
So unnachteilig nicht als einem Tithon zeigen.
Ob ihre Seele reizend sei,
Das ließ mich damals unbekümmert,
Verständig oder nicht, mir galt es einerlei;
Von diesem höhern Reiz der aus dem Innern schimmert
Empfand ich nichts; mit einem Wort, ich sah
An Pallas selbst, und allen Musen,
Was an der blödsten Sylvia,
Ein lockend Aug voll jugendlicher Glut,
Ein weißes Fell und einen vollen Busen.
Allein von diesem rohen Mut,
Bin ich, versichre dich’s, vollkommen,
Und nicht erst heut, zurückgekommen.
Erfahrung kühlt ein allzufeurig Blut.
Mich läßt, zur Zeit, die loseste Najade,
Die jüngste Grazie, und Venus selbst im Bade
So ruhig als ein Marmorstein.
Das schönste Weib von Fleisch und Bein
Ist wie das Sonnenbild, das sich in Wolken malet,
Für mich ein bloßer Widerschein
Der Schönheit, die, dem reinen Geist allein
Beschaulich, aus dem Innern strahlet.
Ein weiser Mann, ein Grieche lehrte mich
Das wesentliche Schöne kennen;
Selbst unser Nektar wird mir schon zu körperlich;
Und lern ich erst den Plato recht verstehen,
So nährt sich einst mein abgezogner Geist,
Der Grille gleich, die drum den Göttern ähnlich heißt,
Allein von Luft und von Ideen.
In diesem Licht müßt ihr die Liebe sehen
Die mich zu Ganymeden zieht.
Sein schöner Geist, sein tugendlich Gemüt,
Die Grazien, die seine Sitten schmücken,
Die Unschuld, die ihm aus den Augen sieht;
Dies, nicht sein blondes Haar, nicht seine Rosenwangen,
Ist, glaube mir, der Reiz wodurch er mich gefangen.
Du siehst, daß hier der Leib gar keine Rolle spielt.
Zum mindsten wird bei dieser Art von Liebe
Nichts körperliches abgezielt.
Das wahre Schöne wird nur vom Verstand gefühlt,
Und zeuget nie gemeine Triebe.
Kurz, Ganymed, so sehr er Amorn gleicht,
So ungern ihm Dian ihr keusches Aug entzeucht,
So oft ich, wenn er ihr den vollen Becher reicht
Die alte Vesta selbst beim Augenspiel ertappe,
So ist er doch mit alle dem,
Nach meinem itzigen System
Ein bloßer Geist in einer Nebel-Kappe.”

Ein bloßer Geist?” fällt Juno höhnisch ein,
“Und pflegen Geister auch zu küssen?”
“Warum”, spricht Zeus, “soll das nicht möglich sein?
Man muß hier nur zu unterscheiden wissen.
Gemeine Buhler schnäbeln sich,
Nach Spatzen-Art, bloß ihre Lust zu büßen;
Allein wie Ganymed und ich
Abstract und metaphysisch küssen,
Ist eine Lust, die uns, versichre dich,
Gemeine Buhler lassen müssen,
Die Seelen, Frau, die Seelen sind’s, die sich
In einem solchen Kuß ergießen;
Und ganz dabei vom Leib entblößt,
Ganz in Entzückung aufgelöst,
Sich mischen und zusammenfließen.
Doch ich besinne mich, daß dies ins Tiefe geht.
Dein Mißverstand ist sehr verzeihlich;
Das sind Geheimnisse, die freilich
Ein Ungeweihtes nicht versteht.
Wenn übrigens mein Spiel mit
jungen Knaben
Dein ekles Herz geärgert sollte haben,
So wißt, daß mir hierin kein schlechtrer Mann
Als Sokrates zum Vorstand dienen kann.
Ein Weiser ist, wie Seneca beteuret,
Ein Gott, ja noch ein wenig mehr;
Wenn Sokrates mit
kleinen Knaben leiret,
So darf ich wenigstens was er.”
(...)

(Juno und Ganymed)

Wieland es traducido por Ibon Zubiaur

***
HUGO VON HOFMANNSTHAL

Manche freilich müssen drunten sterben
wo die schweren Ruder der Schiffe streifen,
andere wohnen bei dem Steuer droben,
kennen Vogelflug und die Länder der Sterne.

Manche liegen mit immer schweren Gliedern
bei den Wurzeln des verworrenen Lebens,
anderen sind die Stühle gerichtet
bei den Sibyllen, den Königinnen,
und da sitzen sie wie zu Hause,
leichten Hauptes und leichter Hände.

Doch ein Schatten fällt von jenen Leben
in die anderen Leben hinüber,
und die leichten sind an die schweren
wie an Luft und Erde gebunden.

Ganz vergessener Völker Müdigkeiten
kann ich nicht abtun von meinen Lidern,
noch weghalten von der erschrockenen Seele
stummes Niederfallen ferner Sterne.

Viele Geschicke weben neben dem meinen,
durcheinander spielt sie all das Dasein,
und mein Teil ist mehr als dieses Lebens
schlanke Flamme oder schmale Leier.

  Hoffmannsthal es traducido por Ibon Zubiaur

***
KRZYSZTOF KAMIL BACZYŃSKI

TEN CZAS

Miła moja, kochana. Taki to mroczny czas.
Ciemna noc, tak już dawno ciemna noc, a bez gwiazd,
po której drzew upiory wydarte ziemi – drżą.
Smutne nieba nad nami jak krzyż złamanych rąk.
Głowy dudnią po ziemi, noce schodzą do dnia,
dni do nocy odchodzą, nie łodzie - trumny rodzą,
w świat grobami odchodzą, odchodzi czas we snach.

A serca - tak ich mało, a usta - tyle ich.
My sami - tacy mali, krok jeszcze - przejdziem w mit.
My sami - takie chmurki u skrzyżowania dróg,
gdzie armaty stuleci i krzyż, a na nim Bóg.
Te sznury, czy z szubienic? długie, na końcu dzwon -
to chyba dzwon przestrzeni. I taka słabość rąk.
I ulatuje - słyszę - ta moc jak piasek w szkle
zegarów starodawnych. Budzimy się we śnie
bez głosu i bez mocy i słychać, dudni sznur
okutych maszyn burzy. Niebo krwawe, do róży
podobne - leży na nas jak pokolenia gór.
I płynie mrok. Jest cisza. Łamanych czaszek trzask;
i wiatr zahuczy czasem, i wiek przywali głazem.
Nie stanie naszych serc. Taki to mroczny czas.

10 IX 42 r.

Krzysztof Kamil Baczyński, es traducido por Ibon Zubiaur

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EWA LIPSKA

LUDZIE DLA POCZĄTKUJĄCYCH

Ludzie dla początkujących.
To oni. Z nostalgicznych despesz.
Zestrzeleni ze wspomnień.
Pośmiertni.

To oni. Filuterne wiosła w rękach.
Na skalnych ścieżkach jeszcze ślady.
Spłoszony kamień spada pomiędzy ich głosy.
Nie wymeldowane dotąd strzępy zdań.
Fragmenty wulkanicznych listów.

To oni. Bezinteresownie klasyczni.
W harmonijnym milczeniu podczas śniadania
kiedy smarujemy chleb masłem
i rozpacz wysypuje się na stół.

Ewa Lipska es traducida por Ibon Zubiaur


Publicado el 20/5/2010



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